Seit
1987 bin ich Bundestagsabgeordnete für die Stadt
Wiesbaden.
Mit über 275.000 Einwohnerinnen und Einwohnern
ist die Landeshauptstadt Wiesbaden die zweitgrößte
Stadt Hessens. Eingebettet in die reizvolle Landschaft
am Fuße des Taunus und als Tor zum Rheingau
ist Wiesbaden einer der bevorzugten Wohnorte der
Rhein-Main-Region.
Ihren Namen trägt die Stadt wegen ihrer heißen
Quellen, die bereits die Römer zu schätzen
wussten. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis
zum Ersten Weltkrieg gab es in Wiesbaden bereits
einen regelrechten „Bauboom“, repräsentative
Gebäude wie das Kurhaus, das Hessische Staatstheater,
die Marktkirche und die Ringkirche sowie ausgedehnte
Wohnviertel im Stil des Klassizismus, Historismus
und Jugendstil zeugen davon. Die Stadt hat sich
deshalb auch als Musterbeispiel des Historismus
für den Status eines UNESCO-Weltkulturerbes
beworben. Auch ich wohne übrigens in solch
einem typischen Wiesbadener Altbau und fühle
mich in dieser Atmosphäre ausgesprochen wohl.
Ebenso weiß ich die Vielfalt der Stadt zu
schätzen, die neben der Kernstadt alles zu
bieten hat: die Rheingauer Weinbaugemeinde Frauenstein
etwa, den größten Stadtteil, das quirlige
Biebrich am Rhein, oder das „Ländchen“
im Osten, das mit seinen zuletzt eingemeindeten
Vororten noch landwirtschaftliche Prägung
hat.
Neben dem Hessischen Landtag und anderen Landesbehörden
beherbergt Wiesbaden auch das Bundeskriminalamt
und das Statistische Bundesamt. Darüber hinaus
spielt Wiesbaden seit über 100 Jahren als
Kur- und Kongressstadt eine herausragende Rolle.
Dass die Wiesbadener zu feiern verstehen, kann
man von der traditionellen Kerb in den Vororten
bis zur Ballnacht im Kurhaus erleben, besonders
mag ich die jährliche Rheingauer Weinwoche
im Sommer, bei der die Innenstadt zur Weintheke
wird. |