Der Landesverband der SPD Hessen hat am Dienstag erstmalig die Holger-Börner-Medaille verliehen.
Ausgezeichnet für ihre herausragenden Leistungen und Verdienste rund um die hessische Sozialdemokratie wurde neben dem früheren hessischen Kultus- und Finanzminister Hans Krollmann, dem ehemaligen hessischen Justiz- und Innenminister Dr. Herbert Günther auch die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete und frühere Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wieczorek-Zeul.
Die Holger-Börner-Medaille wurde anlässlich des 5. Todestages in Gedenken an den langjährigen hessischen Ministerpräsidenten und SPD-Landesvorsitzenden als höchste Auszeichnung der hessischen Sozialdemokratie in Börners Heimatstadt Kassel verliehen. Die Laudatio hielt der ehemalige Bundesfinanzminister und Ministerpräsident Hans Eichel. In seiner anekdotenreichen Würdigung der Preisträger, wies Eichel auch auf die Streitigkeiten der Preisträger mit ihm und untereinander hin. „Als wir richtig stark waren, haben wir richtig gestritten“, sagte Eichel.
Thorsten Schäfer-Gümbel würdigte den langjährigen unermüdlichen und tatkräftigen Einsatz der Preisträger für die hessische Sozialdemokratie.
Einen besonderen Dank für ihre Leistungen richtet Schäfer-Gümbel an die ehemalige Bundesministerin Wieczorek-Zeul. „Ihr leidenschaftlicher Einsatz gegen den Hunger, für Frieden, Freiheit, Menschenrechte und Verständigung gründet auf der Wertorientierung der SPD. Und wie schmerzlich vermissen wir sie in ihrem Ministeramt, das heute angesichts der Hungerkatastrophe in Ost-Afrika so gefordert wäre“, klagte Schäfer-Gümbel. Die Holger-Börner-Medaille soll künftig alle zwei Jahre verliehen werden.
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