50 Jahre deutsche Entwicklungspolitik mit sozialdemokratischer Prägung
– das war das Thema einer außergewöhnlichen Podiumsdiskussion am vergangenen Dienstag in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin. Über 400 Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgten gespannt die Rückblicke von vier SPD-Entwicklungsministern auf ihre jeweilige Amtszeit: Erhard Eppler, Egon Bahr, Rainer Offergeld und die Wiesbadenerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. Unter dem Titel „Von der Entwicklungshilfe zur globalen Strukturpolitik“ sollte es aber nicht nur um Historisches gehen, auch der Blick in die Zukunft war ein wichtiger Bestandteil des Abends. „Auch in der Entwicklungspolitik gilt: wir können aus der Geschichte lernen“. Dennoch sei es angebracht, auch die zukünftige Ausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit im Blick zu behalten, so Wieczorek-Zeul: „Es geht darum, Haushaltskürzungen in diesem Bereich zu verhindern und vor allem die Milleniumsentwicklungsziele auch über das Jahr 2015 weiterzuentwickeln. Dazu braucht es ein eigenständiges, selbstbewusstes Ministerium.“ Das Fazit des Abends war: wer einmal im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit tätig war, den verlässt dieses Thema ein Leben lang nicht mehr – zumal wenn die Erfolge auch noch über Jahre sichtbar sind.
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