„Die
zweistelligen Wachstumsraten bei LINDE dürfen nicht
auf dem Rücken der Beschäftigten in der Gabelstaplersparte
erkauft werden“, warnt die Wiesbadener SPD-Bundestagsabgeordnete
Heidemarie Wieczorek-Zeul.
Das Unternehmen hatte auf
der ersten Quartalspressekonferenz nach der Übernahme
der britischen BOC die Erwartungen der Analysten bei
Umsatz und Gewinn noch übertroffen.
Offenbar sei für die Gabelstaplertochter KION nun
kein Börsengang
mehr geplant, sondern der Verkauf an Finanzinvestoren,
um einen Teil des BOC-Kaufpreises von fast 12 Milliarden
€ zu refinanzieren.
Dabei stünde jetzt neben den bis 2010 ausgehandelten
Standortgarantien für die Gabelstaplerwerke in
Hamburg, Aschaffenburg und Reutlingen auch die Zukunft
des geplanten KIONHauptsitzes in Wiesbaden auf dem Spiel.
Der Konzern müsse unbedingt absichern, dass potenzielle
Käufer in die Pflichten aus diesen Standortgarantien
eintreten.
Die Belegschaft der LINDE-Kältetechnik in Kostheim
habe bisher mit derlei „Garantien“ bittere
Erfahrungen gemacht, der Name „BenQ“ sei
in Verbindung mit Siemens inzwischen geradezu Synonym
für Wortbrüchigkeit geworden. „Die LINDE-Konzernführung
hat es durch ihr eigenes Verhalten in der Hand zu entscheiden,
welcher Wert ihren Garantien künftig beigemessen
wird.“
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