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31.10.2006
Umsatzplus bei LINDE

„Die zweistelligen Wachstumsraten bei LINDE dürfen nicht auf dem Rücken der Beschäftigten in der Gabelstaplersparte erkauft werden“, warnt die Wiesbadener SPD-Bundestagsabgeordnete Heidemarie Wieczorek-Zeul.

Das Unternehmen hatte auf der ersten Quartalspressekonferenz nach der Übernahme der britischen BOC die Erwartungen der Analysten bei Umsatz und Gewinn noch übertroffen.
Offenbar sei für die Gabelstaplertochter KION nun kein Börsengang
mehr geplant, sondern der Verkauf an Finanzinvestoren, um einen Teil des BOC-Kaufpreises von fast 12 Milliarden € zu refinanzieren.
Dabei stünde jetzt neben den bis 2010 ausgehandelten
Standortgarantien für die Gabelstaplerwerke in Hamburg, Aschaffenburg und Reutlingen auch die Zukunft des geplanten KIONHauptsitzes in Wiesbaden auf dem Spiel. Der Konzern müsse unbedingt absichern, dass potenzielle Käufer in die Pflichten aus diesen Standortgarantien eintreten.

Die Belegschaft der LINDE-Kältetechnik in Kostheim habe bisher mit derlei „Garantien“ bittere Erfahrungen gemacht, der Name „BenQ“ sei in Verbindung mit Siemens inzwischen geradezu Synonym für Wortbrüchigkeit geworden. „Die LINDE-Konzernführung hat es durch ihr eigenes Verhalten in der Hand zu entscheiden, welcher Wert ihren Garantien künftig beigemessen wird.“

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