Wieczorek-Zeul
und Burghard sehen „große Chancen für
Wiesbaden"
Das jetzt beschlossene Konjunkturpaket
bietet nach Ansicht von Heidemarie Wieczorek-Zeul und
Kai-Christofer Burghard „große Chancen auch
für Wiesbaden“. So sieht die Wiesbadener
SPD-Bundestagsabgeordnete und Bundesministerin Wieczorek-Zeul
in Wiesbaden großen Bedarf für solche Investitionen.
Es komme nun darauf an, dass das Land seiner Treuhänderfunktion
gegenüber den Kommunen gerecht werde und das Geld
unbürokratisch und vollständig an die Städte
und Gemeinden weiterleite, d.h. einen Anteil von 70
%. „Wir werden aber auch genau überprüfen,
dass aus diesem Programm ausschließlich zusätzliche
Investitionen finanziert werden, Mitnahmeeffekte werden
wir durch Transparenz und Kontrolle ausschließen.“
Burghard, stellvertretender
Vorsitzender und planungspolitsicher Sprecher seiner
Fraktion, kündigt einen Antrag im Planungsausschuss
an, der eine Auflistung schnell zu realisierender städtischer
Projekte einfordert. „Wir müssen bald wissen,
welche Maßnahmen in kürzester Zeit in Angriff
genommen werden können, für welche Straßen
und Gebäude es bereits Vorplanungen gibt und wann
wir wo loslegen können.“ Dabei sei eine einheitliche
und zügige Vorgehensweise in Abstimmung möglichst
aller Beteiligten nötig.
Das zweite Konjunkturpaket,
das Mitte Februar im Bundestag verabschiedet wird, hat
einen Umfang von rund 50 Mrd. Euro. Kernpunkt ist das
staatliche Investitionsprogramm von insgesamt 17,3 Mrd.
Euro, das vor allem in den Städten und Gemeinden
wirken soll. Aus dem gemeinsamen Topf von Bund und Ländern
in Höhe von 13,3 Mrd. Euro werden zu zwei Dritteln
Investitionen in den Bildungsbereich (Kindergärten,
Schulen, Hochschulen und Forschung) und zu einem Drittel
in die Modernisierung der Infrastruktur (Krankenhäuser,
Städtebau, ländliche Infrastruktur und
Lärmsanierung) fließen.
Mit diesen öffentlichen Investitionen werden weitere
private Gelder mobilisiert, die Faustformel lautet: „1
Million Euro öffentliche Investition aktiviert weitere
1,3 Millionen Euro und schafft bzw. sichert 2.500 Arbeitsplätze“.
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