Heidemarie
Wieczorek-Zeul im Gespräch mit Ökotherm-Geschäftsführern.
Bei einem Besuch der Firma
Ökotherm, die zurzeit die größten
Photovoltaikanlagen in Wiesbaden baut, traf die Wiesbadener
SPDBundestagsabgeordnete Heidemarie Wieczorek-Zeul mit
den beiden Gründern und Geschäftsführern
Michael Gottwald und Matthias Heimbächer zusammen.
Vom grundsätzlichen Nutzen der Solartechnik muss
Wieczorek-Zeul
nicht überzeugt werden: in ihrer Eigenschaft als
Entwicklungsministerin hat sie diese Technik auch gegen
große Widerstände von Anfang an forciert
gefördert. Um so mehr bedauerte sie, dass nach
den Erfahrungen von Gottwald und Heimbächer Wiesbaden
solartechnisch noch viel Nachholbedarf hat.
Bei einer Kabinettsklausur Ende August will die Bundesregierung
ein Bündel zum Energiesparen und
zum Klimaschutz schnüren. Die Ministerin denkt
dabei vor allem an
ein umfangreiches Programm zur energetischen Sanierung
öffentlicher Gebäude: „Wenn wir unsere
ehrgeizigen Klimaschutzziele erreichen wollen, müssen
wir auch Geld in die Hand nehmen“.
Zusätzliche wichtige Anregungen und Hinweise bekam
die Ministerin
bei den Praktikern: Gerade angesichts der schleppenden
Entwicklung
in Wiesbaden wünschen sich die Solarpioniere mehr
Anreize für Bauherren, gerade wenn es um die öffentliche
Hand geht. So
könnte der Bund auch Vorgaben machen, die einen
Mindestanteil erneuerbarer Energien bei der energetischen
Ausstattung von Neubauten festschreiben, der Staat könne
und müsse da Vorbild sein.
Notwendig sei auch in Ergänzung des Erneuerbare-Energien-Gesetz
ein Erneuerbare-Wärme-Gesetz, die Förderung
der Solarthermie müsse dringend gründlich
überdacht und attraktiver organisiert werden.
Gemeinsame Interessen hatten die Gesprächspartner
auch im entwicklungspolitischen Bereich. Eine Zusammenarbeit
als Hilfe zur
Selbsthilfe können sich die Wiesbadener gut vorstellen.
Wieczorek-Zeul lobte besonders, dass das junge Unternehmen
sich
bereits in der Ausbildung engagiert: zwei Azubis lernen
hier
einen Beruf mit sicherer Zukunft.
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