Wieczorek-Zeul
zur Anhörung des Bundestagsausschusses
für Arbeit und Soziales
Der Bundestagsausschuss für
Arbeit und Soziales hat am 24. No-
vember in einer öffentlichen Sitzung die Sachverständigen
zur
Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente angehört.
Die
Wiesbadener Bundestagsabgeordnete und Bundesministerin
für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung betonte,
dass
diese Form der vorsorgenden Arbeitsmarktpolitik auch
lokale
Handlungsspielräume sichern solle. Flexibilität
und Prävention,
die in Wiesbaden bereits seit langer Zeit im Mittelpunkt
der
Betreuung Langzeitarbeitsloser stehen, sollen auch bei
der Neu-
ausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente
gesichert
werden.
Die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete hob hervor, dass
die
Sachverständigen ebenso wie die SPD-Bundestagsfraktion
ein-
hellig einen deutlich höheren Anteil bei der Freien
Förderung im
SGB II forderten. Bisher sind dafür nur zwei Prozent
der gesam-
ten Eingliederungsleistungen vorgesehen. "Wir brauchen
deutli-
chere Handlungsspielräume für maßgeschneiderte
Projekte und
innovative Lösungen!"
"Wir in Wiesbaden wissen, dass wir für unsere
Projekte vor Ort
maßgeschneiderte Lösungen brauchen. Ich unterstütze
sehr die
Arbeit des Sozialdezernats und der entsprechenden Initiativen.
Es
freut mich, dass es mir möglich war, bereits im
September ein
Gespräch zwischen dem Staatssekretär des Bundesministeriums
für Arbeit und Soziales Detlef Scheele und unserem
Sozialdezer-
nenten Arno Goßmann in Wiesbaden zu vermitteln.
Am 11. De-
zember wird es dazu einen Anschlusstermin mit den Fachleuten
des Ministeriums in Berlin geben, bei dem weitere Fragen
zu
konkreten Maßnahmen der Stadt Wiesbaden geklärt
werden sol-
len," erklärte Wieczorek-Zeul.
Außerdem waren sich die Sachverständigen
darin einig, dass die
zeitliche Beschränkung der Frist, innerhalb der
Ansprüche an die
Arbeitslosenversicherung erworben werden können,
ausgeweitet
werden muss. Gerade für unregelmäßig
Beschäftigte, wie Sai-
sonarbeiter ist dies eine wichtige Forderung.
"Mir ist auch besonders wichtig, dass Perspektiven
für den nach-
träglichen Erwerb eines Hauptschulabschlusses geschaffen
wer-
den sollen, ebenso soll es eine stärkere Verpflichtung
zum Er-
werb der deutschen Sprache geben. Wenn wir qualifizierte
Arbeit
fördern wollen, müssen wir dafür sorgen,
dass alle Bürgerinnen
und Bürger eine Möglichkeit haben, einen Schulabschluss
zu er-
werben. Eine gute Ausbildung ist der beste Schutz gegen
Ar-
beitslosigkeit. Jedoch: Noch immer haben 500.000 Arbeitslose
keinen Schulabschluss, das ist unhaltbar und muss verändert
werden!"
nach
oben
|