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20.08.2008
Gegen unnötige Krankentransporte statt
Hausbesuchen in Pflegeheimen

Anlässlich eines Beitrags des Fernsehmagazins „Report“ über die Verweigerung von Hausbesuchen in Alten- und Pflegeheimen durch Fachärzte in Wiesbaden bekräftigt die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Heidemarie Wieczorek-Zeul noch einmal die Initiative, die sie bereits im Juli ergriffen hatte.

An einem Fachgespräch zu diesem Thema hatten sich auf
ihre Einladung das Bundesgesundheitsministerium, das Hessische
Sozialministerium, das Sozialdezernat, Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigung, Ärzte, Alten- und Pflegeheime, der Landtagsabgeordnete Ernst-Ewald Roth, der Stadtverordnete Sven Kötschau sowie der Seniorenbeirat beteiligt. Dieser hatte sich mit der dringenden Bitte um Unterstützung an Wieczorek-Zeul und andere Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker gewandt, nachdem die Kassenärztliche Vereinigung kategorisch erklärt hatte, aus betriebswirtschaftlichen Gründen sei eine flächendeckende Versorgung durch Hausbesuche in Alten- und Pflegeheimen den Ärzten nicht mehr zuzumuten. Die Runde hatte beschlossen, sich in einigen Wochen zu abschließenden Beratungen erneut in Wiesbaden zu treffen.

„Die Report-Sendung hat noch einmal eindringlich vor Augen geführt, dass medizinisch eigentlich unnötige Krankentransporte nicht nur wirtschaftlich unsinnig, sondern vor allem menschenunwürdig sind“, so Wieczorek-Zeul. Sie betonte, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen durch gesetzliche Verpflichtung einen Versorgungsauftrag hätten. Die Ärztevertretung könne die von ihr selbst ausgehandelten Verträge zur Vergütung von Hausbesuchen nicht zum Anlass nehmen, genau diese Leistung zu verweigern. „Ein weiteres Treffen der Runde, die ich im Juli eingeladen hatte, ist fest geplant“, so Wieczorek-Zeul, die hofft, dass durch die Report-Mainz-Sendung die besondere Dringlichkeit, das Problem schnell zu lösen, für alle Beteiligten deutlich geworden ist.

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