Anlässlich
eines Beitrags des Fernsehmagazins „Report“
über die Verweigerung von Hausbesuchen in Alten-
und Pflegeheimen durch Fachärzte in Wiesbaden bekräftigt
die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Heidemarie Wieczorek-Zeul
noch einmal die Initiative, die sie bereits im Juli
ergriffen hatte.
An einem Fachgespräch
zu diesem Thema hatten sich auf
ihre Einladung das Bundesgesundheitsministerium, das
Hessische
Sozialministerium, das Sozialdezernat, Krankenkassen,
Kassenärztliche Vereinigung, Ärzte, Alten-
und Pflegeheime, der Landtagsabgeordnete Ernst-Ewald
Roth, der Stadtverordnete Sven Kötschau sowie der
Seniorenbeirat beteiligt. Dieser hatte sich mit der
dringenden Bitte um Unterstützung an Wieczorek-Zeul
und andere Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker gewandt,
nachdem die Kassenärztliche Vereinigung kategorisch
erklärt hatte, aus betriebswirtschaftlichen Gründen
sei eine flächendeckende Versorgung durch Hausbesuche
in Alten- und Pflegeheimen den Ärzten nicht mehr
zuzumuten. Die Runde hatte beschlossen, sich in einigen
Wochen zu abschließenden Beratungen erneut in
Wiesbaden zu treffen.
„Die Report-Sendung
hat noch einmal eindringlich vor Augen geführt,
dass medizinisch eigentlich unnötige Krankentransporte
nicht nur wirtschaftlich unsinnig, sondern vor allem
menschenunwürdig sind“, so Wieczorek-Zeul.
Sie betonte, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen
durch gesetzliche Verpflichtung einen Versorgungsauftrag
hätten. Die Ärztevertretung könne die
von ihr selbst ausgehandelten Verträge zur Vergütung
von Hausbesuchen nicht zum Anlass nehmen, genau diese
Leistung zu verweigern. „Ein weiteres Treffen
der Runde, die ich im Juli eingeladen hatte, ist fest
geplant“, so Wieczorek-Zeul, die hofft, dass durch
die Report-Mainz-Sendung die besondere Dringlichkeit,
das Problem schnell zu lösen, für alle Beteiligten
deutlich geworden ist.
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