Als
„wichtigsten Qualitätssprung bei den Leistungen“
hat die Bundestagsabgeordnete Heidemarie Wieczorek-Zeul
die Einbeziehung der Demenzkranken in die Anspruchsberechtigten
der Pflegeversicherung gelobt.
„Für viele Pflegebedürftige
und ihre Angehörigen bedeutet diese Entscheidung
eine enorme Entlastung, ich bin erleichtert, dass dies
endlich erreicht wurde“. Insgesamt stellten die
Verbesserungen im
Leistungs- und Strukturbereich einen echten Fortschritt
dar. Mit der „Stärkung wohnortnaher Versorgung,
der Einführung einer Pflegezeit für Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer und mit der Unterstützung des
generationenübergreifenden bürgerschaftlichen
Engagements“ hob die SPD-Abgeordnete drei Maßnahmen
hervor, die ihr besonders wichtig seien.
Pflege sei eine „Aufgabe der ganzen Gesellschaft“,
schließlich könne Pflegebedürftigkeit
auch Jeden und Jede treffen.
Die Erhöhung des Beitragssatzes
um 0,25 Prozentpunkte sieht die Sozialdemokratin nur
als ersten Schritt zu einer nachhaltigen Finanzreform
der Pflegeversicherung an. CDU und CSU hätten sich
geweigert, den Risikoausgleich zwischen den Privatkassen
und den Gesetzlichen einzuführen. „Die meisten
Menschen wollen aber wie wir solidarisch und gerecht
finanzierte soziale Sicherungssysteme. Was heute mit
der Union nicht zu machen ist, setzen wir bereits heute
für 2009 auf die Tagesordnung: die solidarische
Bürgerversicherung auch in der Pflege“, kündigte
Wieczorek-Zeul an.
Die Grundfrage bleibe: Was
ist der Gesellschaft die Pflege wert? Die Antwort dürfe
jedenfalls nicht vom Geldbeutel der Pflegebedürftigen
abhängig gemacht werden.
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