Heidemarie Wieczorek-Zeul lud zum Gespräch
Viel Zuspruch fand die Veranstaltung „Unsere Verantwortung für Ruanda – was kann Entwicklungspolitik leisten?“ im Rahmen der Reihe „Sommerlust“ der Wiesbadener SPD. Heidemarie Wieczorek-Zeul hatte die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, und Dr. Ulrich Schmidt vom Vorstand des Partnerschaftsvereins Rheinland/Pfalz-Ruanda eingeladen. Nach einer kenntnisreichen Einführung in die Geschichte Ruandas und die Lebenswirklichkeit der Menschen 15 Jahre nach Genozid und Bürgerkrieg beleuchteten Dieckmann und Wieczorek-Zeul die Entwicklungszusammenarbeit aus der Sicht einer Nichtregierungsorganisation und aus der Regierungsperspektive. Um gute Ergebnisse zu erzielen, müssen beide Seiten eng zusammenarbeiten und vor allem eines mitbringen: Geduld, denn Entwicklung braucht Zeit, wenn sie nachhaltig sein soll.
Dass die Gäste der Veranstaltung ausgesprochen sachkundig waren, bewies die anschließende Aussprache. Fragen etwa nach dem Landverbrauch durch hohen Siedlungsdruck und Erosion und die daraus folgenden Probleme für die Landwirtschaft, nach dem Justizsystem, dass die Verfolgung der Verbrechen während des Bürgerkrieges leisten soll, oder auch nach der Zusammenarbeit mit Regierungen mit zweifelhafter demokratischer Legitimität wurden lebhaft diskutiert.
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