Heidemarie Wieczorek-Zeul zu Besuch in Kasteler Betrieb, bei Vereinen und Haushalten.
Gemeinsam mit dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Rainer Schuster und der Ortsvorsteherin Margot Schäfer hat Heidemarie Wieczorek-Zeul gestern Mainz-Kastel besucht. Zunächst waren sie zu einer Betriebsbesichtigung im Kalenderverlag von Jürgen Geiger eingeladen, der die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete und Bundesministerin durch das ganze Werk führte und die Gruppe nicht nur mit seinen Auszubildenden beeindruckte: Die Firma hat 90 Angestellte und bildet 11 junge Menschen aus, die in einer eigenen Gruppe unter dem Namen „die Aufspürnasen“ organisiert sind. Für den Unternehmer sei es wichtig, seine Angestellten am Erfolg des Unternehmens teilhaben zu lassen und so bietet er für seine Arbeitnehmer eine Kapitalbeteiligung und eine Erfolgsbeteiligung an.
„Besuche in Unternehmen wie diesem sind für mich als SPD-Politikerin eine Wohltat: Herr Geiger und ich sind uns einig, dass eine fundierte Ausbildung zu Fachkräften die entscheidende Investition in die Zukunft ist. Wir brauchen junge qualifizierte Menschen, die so fit und engagiert sind, wie diese elf, die ich hier kennenlernen durfte.“ betonte Wieczorek-Zeul.
Außerdem forderten Jürgen Geiger und seine Abgeordnete einstimmig einen gesetzlichen Mindestlohn, wie er in vielen Ländern Europas bereits üblich ist, nicht nur, um zu garantieren, dass Menschen von ihrer Arbeit in Würde Leben können. Auch die ökonomischen Argumente für einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn seien offenbar, da es viele Unternehmen gibt, die den Wettbewerb verzerren, indem sie mit unverantwortlichen Dumpinglöhnen kalkulieren.
Nach einer anregenden Diskussion mit den Auszubildenden des Betriebs machte Heidemarie Wieczorek-Zeul Hausbesuche. In der Gegend um die Marie-Juchacz-Straße konnte sie die Anwohner mit roten Rosen überraschen und aufschlussreiche Gespräche über die aktuelle politische Lage - ganz regional aber auch in der Bundespolitik - führen.
Zum Abschluss des Nachmittags war die Wiesbadenerin zu einem Umtrunk mit ansässigen Vereinsvertretern und –vertreterinnen eingeladen. Im Vereinsheim der Hundefreunde wurden in gemütlicher und sehr gastfreundlicher Atmosphäre sowohl die Situation des Ehrenamts als auch Fragen zu politischen Problemen diskutiert. Heidemarie Wieczorek-Zeul war vom Engagement und der Arbeit der Kasteler sehr beeindruckt. „Es ist für mich die entscheidende Erfahrung, mit den Bürgerinnen und Bürgern direkt ins Gespräch zu kommen und bei ihnen zu Hause, an ihrem Arbeitsplatz oder in ihren Vereinen mehr über ihr Leben zu erfahren und ihre Probleme und Sorgen zu kennen. Die Neugier auf die Menschen und die Freude am Gespräch und der hitzigen Diskussion motivieren mich jeden Tag aufs Neue. Ich danke allen Organisatoren und Teilnehmern für diesen schönen und eindrücklichen Tag in Kastel – spätestens am 27. August sehen wir uns wieder, wenn ich zusammen mit Kurt Beck wieder hierher kommen werde!“






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