Professor
aus Bielefeld präsentierte Ergebnisse der Shell-Jugendstudie
2006
Auf Einladung der Wiesbadener
Bundestagsabgeordneten und Bundesministerin für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie
Wieczorek-Zeul, kam Professor Klaus Hurrelmann (Universität
Bielefeld) zu einem Vortrag mit anschließender
Diskussion in die IGS Kastellstrasse. Knapp 120 Zuhörerinnen
und Zuhörer waren der Einladung gefolgt und lauschten
interessiert dem Vortrag über die Ergebnisse der
Shell-Jugendstudie 2006. Die umfangreiche Studie wird
seit 1953 regelmäßig durchgeführt und
untersucht die Einstellungen deutscher Jugendlicher
im Alter zwischen 12 und 25 Jahren. Die diesjährige
Studie widmet sich schwerpunktmäßig dem Verhältnis
zwischen Jung und Alt.
Laut der Umfrage unter rund 2500 Jugendlichen aus Ost
und West hat vor allem die Bedeutung der Familie für
die Jugendlichen zugenommen.
Zugleich ist jedoch auch die Sorge vor einem Verlust
des Arbeitsplatzes gestiegen, immerhin um 14% seit der
letzten Studie im Jahr 2002. In der Diskussion wurde
deutlich, dass der Staat eine größere Verantwortung
für die Ausbildung junger Menschen übernehmen
müsse und zudem gewährleisten müsse,
dass alle Jugendlichen entsprechend ihren Voraussetzungen
einen Ausbildungsplatz finden können.
Heidemarie Wieczorek-Zeul zeigte sich erfreut darüber,
dass das gesellschaftliche Engagement der Jugendlichen
insgesamt zugenommen habe. Es sei wichtig, dies auch
anzuerkennen.
In Bezug auf das Thema Alter ließ Hurrelmann keinen
Zweifel aufkommen.
Es handele sich bei den heutigen Jugendlichen um eine
Generation, die großen Respekt vor der Lebensleistung
der älteren Menschen habe, sich jedoch auch der
Risiken ihrer eigenen Alterssicherung durchaus bewusst
sei. Auch könne von einem Werteverfall, wie er
oft in den Medien beschrieben werde, nicht die Rede
sein. Die Veranstaltung stieß, wie auch an den
zahlreichen Fragen und Diskussionsbeiträgen zu
sehen war, auf große Resonanz.
Die Shell-Jugendstudie ist im Fischer-Verlag erschienen
und im Buchhandel erhältlich.
nach
oben
|