Bevölkerungswachstum,
Nahrungsmittelkrise oder europäische Agrarsubventionen
– über diese und weitere Themen diskutierte
Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul im Rahmen
des EU-Projekttags mit Schülerinnen und Schülern
der Carl—von-Ossietzky Schule.
Die Schülerinnen und
Schüler aus den Jahrgangsstufen 12 und 13 hatten
sich zuvor in ihren Politik & Wirtschaft –
Kursen mit der veränderten Rolle der Bundesrepublik
Deutschland nach der deutschen Einheit, der Europäischen
Union sowie mit Globalisierung und Entwicklungsländern
auseinandergesetzt. Nach einem Impulsreferat der Ministerin
für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit,
in dem Wieczorek-Zeul über Möglichkeiten die
Globalisierung vor allem sozial und ökologisch
gerecht zu gestalten sprach, aber auch einige persönliche
Erfolge ihrer mittlerweile zehn Jahre umfassenden Ministerinnentätigkeit
zum besten gab, folgte ein angeregter Meinungsaustausch
mit den Schülern. „Die Förderung von
Brunnenbohrungen spielt in der Entwicklungszusam-menarbeit
heute nur noch eine un-tergeordnete Rolle“ stellte
Wieczorek-Zeul klar.
Vielmehr gehe es heute darum Entwicklungs- und Schwellenländer
zu beraten, insbesondere im Aufbau verbindlicher Rechtssysteme
oder sozialer Netze.
Dass lokales Handeln weltweite Auswirkungen haben kann,
wurde anhand des Zusammenhangs zwischen der Nachfrage
von Biosprit und der Knappheit von Nahrungsmitteln diskutiert.
Abschließend warb Wieczorek-Zeul für den
entwicklungspolitischen
Friedensdienst „weltwärts“, der bei
einigen Schülern auf besonderes Interesse stieß.
„Weltwärts“ ermöglicht jungen
Menschen, sich mit finanzieller Unterstützung für
6 bis 24 Monate ehrenamtlich in Entwicklungsländern
zu engagieren und wird vom Bundesministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
gefördert. Weitere Informationen: www.weltwaerts.de
 |