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06.07.2009

Fachhochschule

Wieczorek-Zeul im Gespräch mit FH-Präsident Reymann

Zu einem Informationsgespräch über die Situation der Fachhochschule Wiesbaden traf die Bundestagsabgeordnete und Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul mit dem seit Januar amtierenden FH-Präsidenten Detlev Reymann zusammen. Reymann verdeutlichte noch einmal die Ungleichbehandlung der Fachhochschule anhand der aktuellen Debatte um die millionenschwere Unterstützung der privaten European Business School. Immerhin habe die FH inzwischen an den drei Studienorten Wiesbaden, Rüsselsheim und Geisenheim rund 9000 Studierende und platze damit bereits jetzt aus allen Nähten. Die Situation werde sich künftig noch verschärfen durch geburtenstarke Jahrgänge und auch durch die verkürzte Schulzeit („G8“). Weitere Engpässe seien zu erwarten, wenn – wie politisch gewollt – die Studierendenquote stiege und nicht wie gegenwärtig auf dem Niveau von Portugal bliebe. Die Fachhochschule sei bereits jetzt ein wichtiger Standortfaktor für die Landeshauptstadt und verdiene mehr Aufmerksamkeit und Förderung, da waren sich der Präsident und die Ministerin einig. Dazu könnte unter anderem auch beitragen, den hessischen Fachhochschulen durch ein Landesgesetz die Möglichkeit zur Promotion einzuräumen.
Aus ihrer Arbeit als Entwicklungsministerin konnte Wieczorek-Zeul berichten, dass gerade in den Entwicklungsländern der anwendungsorientierte Ansatz der deutschen Fachhochschulen sehr geschätzt wird. International ist die Fachhochschule Wiesbaden bereits gut vernetzt, mit zahlreichen Partnerhochschulen auf fünf Kontinenten, darunter aktuell mit Kooperationshochschulen in Jordanien und Namibia.
Für weitere Pläne internationaler Zusammenarbeit bot Wieczorek-Zeul Hilfe und Unterstützung an.


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