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04.11.2009
Opel

Wieczorek-Zeul empört über General Motors-Management.

„Dass sich das GM-Management zutraut, Opel selbst zu sanieren, ist geradezu absurd“, stellt die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) fest. Der amerikanische Mutterkonzern sei durch jahrelanges Missmanagement maßgeblich verantwortlich für die Situation von Opel und werde selbst nur dank immenser Steuermittel amerikanischer Bürger vor dem Schlimmsten bewahrt. „Hier wird der Bock zum Gärtner gemacht – oder aber das GM-Management hat hinter verschlossenen Türen ganz andere Pläne vereinbart.“ Auf jeden Fall sei die Lage nun für die Opelaner und für die ganze Region dramatisch. Sie teile die Enttäuschung und Verbitterung der Belegschaft, die durch die Stundung eigener Ansprüche und die Bereitschaft zum Verzicht wichtige Beiträge zur Sanierung im Rahmen des geplanten Verkaufs an Magna geleistet habe.
Im Nachhinein stimme es nachdenklich, dass der neue Wirtschaftsminister Brüderle bei seiner Amtseinführung zu seinem Vorgänger gesagt habe:"Noch schöner wäre es gewesen, wenn Sie Opel schon abgewickelt hätten".
Das Schicksal von 25 500 Beschäftigten in Deutschland, europaweit fast 55 000, müsse für die Bundesregierung Chefsache sein und keine lästige Angelegenheit, der man sich nur widerwillig widme.

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