Eine Tendenz, die Mut macht! SPD-Bundestagsabgeordnete Heidemarie Wieczorek-Zeul zum Welt-Aids-Tag.
Der erste Dezember ist der Tag des Kampfes gegen HIV/Aids. Die
SPD-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Bundesministerin für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wieczorek-Zeul
wies dazu auf den gerade veröffentlichten Bericht der Vereinten Nationen
hin: „Die Zahl der weltweiten HIV-Neuinfizierungen ist in den
vergangenen acht Jahren um 17 Prozent zurückgedrängt worden. Das ist
eine gute Tendenz, dennoch dürfen wir in unserem Engagement gegen den
HI-Virus nicht nachlassen.“ Wieczorek-Zeul betonte weiter, dass 2008 10% weniger Menschen an den Folgen einer Aids-Erkrankung gestorben seien
als 2004. Ebenso sei die Zahl der Neuinfektionen bei Kindern 18%
niedriger als 2001. Das zeigt: Das Engagement der internationalen
Gemeinschaft mit der Schaffung und Finanzierung des Globalen Fonds zur
Bekämpfung von HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria zeigt Wirkung.
Wieczorek-Zeul mahnte gleichzeitig: „Grund für Euphorie ist das nicht.
Es heißt nur, dass einige der Präventionsmaßnahmen wirken. Natürlich
steht dabei die Aufklärung über die Nutzung von Kondomen im Mittelpunkt.
Prävention bedeutet aber auch, dass in vielen Ländern die Rechte der
Frauen gestärkt werden müssen. Denn nur, wenn eine Frau ihr Recht auf
Selbstbestimmung nutzen kann, kann sie sich und ihre Kinder vor der
Pandemie bewahren!“
Gleichzeitig wies Wieczorek-Zeul auf die Notwendigkeit hin,
HIV-Infizierten und Aids-kranken Menschen den Zugang zu den richtigen
Therapiemaßnahmen und Medikamenten zu ermöglichen. Dabei ginge es nicht
nur darum, Medikamente zu finanzieren, sondern vor allem darum,
betroffene Länder in der Entwicklung und Produktion von Medikamenten zu
unterstützen. „Die Lage bleibt dramatisch und die Pandemie eine der
großen Gefahren für die Menschheit. Gerade jetzt gilt es, den
eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen und im Kampf gegen Aids
unermüdlich zu bleiben!“
nach
oben |