Während die im Fernsehen mit großem Aufwand ermittelten sogenannten „Superstars“ sich meist als Eintagsfliegen entpuppen, zeichnen sich die von der SPD Biebrich gekürten „Alltagsstars“ durch Beständigkeit und Bescheidenheit aus. Gewürdigt werden Biebricher Menschen, die sich ehrenamtlich und uneigennützig für Mitmenschen in ihrer Nähe oder Nachbarschaft einsetzen.
Als Dank für ihr Engagement verbrachten diese „Alltagsstars“ gemeinsam mit Mitgliedern des Stadtjugendrings auf Einladung der Wiesbadener SPD-Bundestagsabgeordneten Heidemarie Wieczorek-Zeul vier interessante Tage in Berlin. Sie erlebten ein vielfältiges Programm. Es begann mit einem Informationsbesuch im Deutschen Bundestag mit anschließender Besichtigung der Reichstagskuppel. Weitere Höhepunkte waren ein Besuch im Willy-Brandt-Haus der SPD, in der Stauffenberg-Gedenkstätte Deutscher Widerstand und im Alliierten-Museum. Dort konnten besonders „hitzefeste“ Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einen Original-Rosinenbomber klettern, mit dem in der Zeit der Luftbrücke u.a. von Wiesbaden-Erbenheim aus die Berliner Bevölkerung mit dem Notwendigsten versorgt wurde.
Zum Abschluss traf sich Heidemarie Wieczorek-Zeul zu einem Gespräch mit der Gruppe, bei dem sie aus erster Hand von der Debatte über den Atomausstieg berichten konnte. Kopfschütteln löste nicht nur bei ihr die Weigerung der schwarz-gelben Regierungsfraktionen aus, Fehlentscheidungen der Vergangenheit zuzugeben. „Willy Brandt hat es vor
25 Jahren vorgemacht, als er erklärte, dass die SPD in den 50er Jahren im Irrtum war mit ihren Hoffnungen auf die angeblich friedliche Nutzung der Atomenergie“, so Wieczorek-Zeul, „dazu müssen sich jetzt auch die Kanzlerin und der Umweltminister durchringen, die sich noch im vergangenen Herbst für die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke selbst gefeiert haben.“
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